Modernste Kardio-MRT lässt tief in die Herzen blicken

Quantensprung in der Untersuchung des Herzens im Krankenhaus St. Josef Braunau – seit kurzem wird die Kardio-Magnetresonanztomographie – kurz Kardio-MRT– durchgeführt.

Der Einführung dieses modernen bildgebenden Verfahrens zur Darstellung der Anatomie des Herzens und der Herzfunktionen sind monatelange Vorbereitungsarbeiten und Schulungen vorausgegangen, an denen vom Krankenhaus Braunau OÄ Dr. Carina Primus, Kardiologie, und OÄ Dr. Eva Winklinger, Radiologie, teilgenommen haben. Indikationsstellung, Durchführung und Befundung erfolgen fachübergreifend in enger Kooperation der beiden Abteilungen Innere Medizin 1 mit Kardiologie, Vorstand Prim. Univ.-Prof. Dr. Johann Auer, und Radiologie, Vorstand Prim. Dr. Robert Stelzl.

Die etwa 60-minütige Kardio-MRT-Untersuchung ist absolut schonend, röntgenstrahlenfrei und praktisch risikolos. Modernste Computertechnik produziert Live-Aufnahmen des schlagenden Herzens. Dieses realitätsnahe und äußerst präzise „Herzvideo“ zeigt die Pumpleistung des Herzens, die Wandbeweglichkeit der Herzkammern und die Herzklappenfunktion. Die spezielle MRT-Technik macht einen tiefen Blick in das Herz und damit Rückschlüsse auf Herzerkrankungen möglich. Kardio-MRT ist ein sehr vielseitiges medizinisches Verfahren mit einem breiten Anwendungsbereich. Ein MRT des Herzens ist sinnvoll bei Verdacht auf unterschiedliche Erkrankungen des Herzens. Dazu zählen unter anderem Herzmuskelentzündung, chronische Herzmuskelerkrankungen, koronare Herzkrankheit mit Narbenbildungen am Herzen, Erkrankungen des Herzbeutels, Tumore oder Blutgerinnsel im Herzen, angeborene Herzfehler und Aortenerkrankungen.

Kardio-MRT

v.l.: Auer, Primus, Stelzl, Winklinger