Fast 200 Mitarbeiter ließen ihre Stammzellen typisieren

Im April 2020 kam Michael im Krankenhaus Braunau mit der Diagnose Leukämie zur Welt und wurde zur weiteren Therapie an das Landeskrankenhaus Salzburg verlegt. Die Leukämie-Therapie hat zwar bei älteren Kindern sehr große Fortschritte gemacht, Neugeborene können aber aufgrund der besonderen Form der Leukämie nur durch eine zusätzliche Stammzelltransplantation dauerhaft geheilt werden. Um einen geeigneten Spender für ihn und auch für den dreijährigen, ebenfalls an Leukämie erkrankten Leonhard zu finden, ließen sich jetzt fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses Braunau für eine eventuelle Stammzellspende typisieren.

 Die Stammzellentypisierung im Krankenhaus Braunau wurde mittels Wangenabstrich durchgeführt. „Ich möchte mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und besonders bei unserem Betriebsrat, Frau Pucher und Herrn Simböck, herzlich dafür bedanken, dass sie sich für diese Spendersuche zur Verfügung gestellt und uns tatkräftig unterstützt haben“, betont Primar Prof. Dr. Uwe Wintergerst, Abteilungsleiter der Kinder- und Jugendheilkunde am Krankenhaus Braunau, der die Aktion mit finanzieller Unterstützung des Lions Clubs Braunau und Multi-Distrikt Ost organsierte. „Alle Spender werden in die europäische Stammzelldatenbank aufgenommen und können bei Bedarf auch für andere Menschen, die Stammzellen benötigen, spenden.“

Die Stammzellspende erfordert heutzutage keine Knochenmarkentnahme in Allgemeinnarkose mehr, sondern nur noch eine etwas erweiterte Blutentnahme. Als Spender in Frage kommen Menschen ohne chronische Erkrankungen im Alter von 18 bis 45 Jahre.