Brustgesundheitszentrum Braunau: Brustkrebs macht keine Corona-Pause!

Covid-19 hat unser aller Leben verändert. Vor allem während des Lockdowns vermieden viele den Arztbesuch. Die Zahl der Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen hat jetzt noch immer nicht das Niveau vor der Krise erreicht. Für den Bezirk Braunau heißt das konkret, dass dadurch statistisch fünf bis zehn Frauen, die Brustkrebs haben, noch nicht diagnostiziert werden konnten.

„Wir brauchen jetzt eine ‚neue Normalität‘“, betont Prim. Dr. Gottfried Hasenöhrl, Leiter der Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie am Krankenhaus Braunau. „Man kann unserem Gesundheitssystem vertrauen. Die Gefahr, dass man eine Krankheit verschleppt, ist größer als eine mögliche Ansteckung mit dem Virus in einer Gesundheitseinrichtung.“

„Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchungen sind noch immer nicht auf dem Niveau von vor der Krise“, berichtet der Braunauer Radiologe Dr. Rainer Fink. „In den vergangenen Jahren gingen im Bezirk Braunau jedes Jahr bis September insgesamt rund 3.100 Frauen zur Vorsorgeuntersuchung. 2020 wurden bisher nur knapp über 2.500 Untersuchungen durchgeführt. Wenn man das statistisch hochrechnet, gibt es derzeit in unserem Bezirk fünf bis zehn Frauen mit Brustkrebs, der aber aufgrund der zurückgegangenen Vorsorgeuntersuchungen noch nicht diagnostiziert werden konnte.“

Das Brustgesundheitszentrums Braunau empfiehlt deshalb dringend, wichtige Vorsorgemaßnahmen wie die Brustkrebs-Vorsorge in der aktuellen Situation nicht hintanzustellen.