39 Prozent der Aufträge bei Bauteil 10 wurden an Firmen aus Oberösterreich vergeben

Um 56 Millionen Euro wird der Bauteil 10 des Krankenhauses Braunau neu gebaut. Die Aufträge für rund die Hälfte der Bausumme wurden jetzt – nach einer EU-weiten Ausschreibung – an Unternehmen vergeben. Dabei kamen zu 39 Prozent oberösterreichische Firmen zum Zug bzw. elf Prozent Firmen aus dem Innviertel. Auch alle übrigen Aufträge gingen an Unternehmen in Österreich.

 „Wir konnten alle Aufträge an österreichische Firmen vergeben. Besonders freut es uns natürlich, dass zu 39 Prozent Unternehmen aus Oberösterreich die Arbeiten ausführen werden. Elf Prozent der Unternehmen sind aus dem Innviertel. Das Land Oberösterreich übernimmt von den Baukosten 50 Millionen Euro. Zusätzlich steuern die Franziskanerinnen von Vöcklabruck als Krankenhausträger sechs Millionen Euro bei. Deshalb war es für uns sehr wichtig, dass wir die Wertschöpfung aus dem Bau auch bei uns im Land bzw. in unserer Region lassen können“, betont Dipl.-KH-BW Erwin Windischbauer, MAS, Geschäftsführer des Krankenhauses.

Neuer Bauteil 10 soll Mitte 2024 in Betrieb gehen

Alle Stationen und Ambulanzen aus dem jetzigen Bauteil 10 werden in das bereits errichtete Provisorium verlegt. Da der Raumbedarf dafür aber nicht ganz ausreicht, wird auch der bestehende Bauteil 13 dafür genutzt, der direkt an das Provisorium angebunden wird. Zu den Stationen, die verlegt werden, zählen zum Beispiel die Innere Medizin 1 und 2, die Chirurgie oder auch die Radiologie. Ebenso kommen einige Ambulanzen wie zum Beispiel die HNO-Ambulanz in das Provisorium. Noch bis Februar 2021 steht das Übersiedeln auf dem Programm. Im März 2021 folgt der Abriss des Bauteils 10, ab April 2021 der Neubau. Der neue Bauteil 10 soll Mitte 2024 in Betrieb gehen.

16.000 m² Geschoßfläche im neuen Bauteil 10

Der neue Bauteil 10 hat rund 16.000 m² Geschoßfläche, der Rauminhalt beträgt ca. 55.000 m³, rund 11.000 m³ Beton werden verbaut. Im fertiggestellten Bauteil finden 158 Betten und die Ambulanzen Platz. Es gibt dann dort nur noch maximal zwei Betten in einem Patientenzimmer. Diese patientenfreundliche Unterbringung gibt es derzeit nur in einem einzigen österreichischen Spital.

Fotocredit: Architekturwerkstatt Zopf