Sr. Regina – eine beliebte Ordensfrau nimmt Abschied von Braunau

Im Rahmen eines Dankgottesdienstes am 24. Oktober im Festsaal, zelebriert von Msgr. Stefan Hofer und musikalisch stimmungsvoll umrahmt vom Krankenhauschor unter Satu Johanna Kührer, wurde im Beisein sehr vieler MitarbeiterInnen und Mitschwestern Sr. Regina Blassnig verabschiedet.  Auf Ersuchen der Ordensleitung der Franziskanerinnen von Vöcklabruck wird sie in der Ordenszentrale in Vöcklabruck als Wohngruppenleiterin für geistliche Mitschwestern tätig sein.

GF Erwin Windischbauer, MAS sagte in seiner Dankesrede ein ganz großes Vergeltsgott für den großen Einsatz von Sr. Regina und gab einen sehr persönlichen Rückblick auf das Leben und Wirken der Ordensfrau.

Sr. Regina, gebürtige Osttirolerin aus Hopfgarten im Defereggental, ist ein Urgestein von St. Josef. Gleichzeitig mit ihrem Ordenseintritt 1968 begann sie an der Braunauer Krankenpflegeschule die Ausbildung zur Diplomkrankenschwester mit Abschluss 1971. Nach Absolvierung ihrer Ordensausbildung in Vöcklabruck kam sie 1974 wieder ins Braunauer Krankenhaus, war als Krankenschwester auf verschiedenen Stationen tätig, von 1979 bis 2003 als leitende Stationsschwester auf der Geburtsabteilung. Anschließend war sie Konventoberin (2004 – 2016) und im Empfangsdienst an der Pforte tätig, in all ihren Tätigkeiten immer beliebte Ansprechpartnerin und weitum im Bezirk Braunau bekannt.

Sr. Reginas ganz große Liebe galt den allerjüngsten Erdenbürgern. In ihrer 24-jährigen Tätigkeit auf der Geburtsabteilung kamen dort 17.500 Kinder zur Welt, Tausende davon hat sie bei ihrer Ankunft kompetent begleitet. Den jungen Müttern stand sie sehr einfühlsam zur Seite. Immer schon war sie eine sehr moderne Krankenschwester. Auch das Wohlergehen der Väter und der gesamten Familie war ihr ein großes Anliegen, Sr. Regina war eine echte Familienschwester. Sie war eine exzellente Diplomkrankenschwester mit hohem fachlichen Wissen mit größtem Einsatz oft rund um die Uhr für ihre Neugeborenen und Mütter. Äußerst akkurat war sie, wenn es um Hygiene und Sauberkeit ging. Und vielen praktizierenden Schülerinnen der Krankenpflegeschule war sie eine ausgezeichnete und hochgeschätzte Lehrerin. Sie forderte und förderte gleichermaßen, stand zur Seite, wenn notwendig, ließ selbstständig tätig werden, wenn möglich. Sr. Regina war immer eine Krankenschwester mit beiden Beinen im Leben.

Mitmenschlich, in einem richtigen Maß bedächtig, nichts überstürzend, humorvoll und lebensfroh und vor allem sehr gläubig – Sr. Regina war im Krankenhaus und bei den Menschen nicht nur eine äußerst bekannte, sondern auch beliebte und geachtete Ordensfrau.

Sr. Regina dankte für die Feier und bat mit einem Herzenswunsch alle Anwesenden: „Seid gut zueinander, nehmt euch Zeit für euch selbst, dann könnt ihr auch zu anderen gut sein.“

Abschied von Sr. Regina Blassnig