Sehr informativer St. Josef Herzabend

Ein in jeder Weise voller Erfolg war die Informationsveranstaltung zum Thema „Blutdruck im Griff“ am 10. Oktober im Krankenhaus St. Josef Braunau. Bestens frequentiert war die Gesundheitsstraße mit wichtigen Tipps zur Ernährung bei Bluthochdruck, EKG, Puls- und Blutdruckmessung, Cholesterinbestimmung und Blutuntersuchung. Der Festsaal des Spitals war voll besetzt beim Fachvortrag von Prim. Prof. Dr. Johann Auer, Vorstand der Abteilung Innere Medizin 1 mit Kardiologie und Herzintensivstation.

In seinem sehr informativen Vortrag erläuterte Prof. Auer alles Wichtige rund um den Blutdruck. Seine wichtigsten Aussagen und Botschaften: „Jeder sollte die Höhe seines Blutdrucks kennen“, Der hohe Blutdruck kostet die meisten Menschenleben, er ist Killer Nummer eins“, „Jede Bewegung ist besser als keine, auch im hohen Alter“, „Mit einer Auswahl aus etwa 200 Blutdruckmedikamenten gelingt für jeden Menschen eine individualisierte Behandlung festzulegen“, „Blutdruckmedikamente verlängern das Leben, verbessern die Lebensqualität und schützen vor Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenversagen“, „Um vieles gefährlicher als die Nebenwirkung von Blutdruckpräparaten ist es, keine Medikamente zu nehmen“.

Hoher Blutdruck, Hypertonie, wird immer noch viel zu wenig beachtet und damit behandelt. Zwei Millionen Menschen in Österreich haben einen hohen Blutdruck, ab dem 60. Lebensjahr jeder zweite, im hohen Alter 80 bis 90 Prozent. Hypertonie beinhaltet ein hohes Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt und Nierenversagen, Verlust der Sehfähigkeit, Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche, Aneurysma der Aorta und Verlust der Gehirnleistung. Der Blutdruck bei Selbstmessung sollte 135/85 und bei Messung in der Ordination 140/90 nicht überschreiten. Die Ursachen für Bluthochdruck sind nicht exakt definierbar (essentielle Hypertonie), wobei eine erbliche Komponente oft eine wichtige Rolle spielt, bei 5 Prozent der Betroffenen ist es eine eigenständige Erkrankung. Den Blutdruck positiv beeinflussen kann man durch Medikamente (40 Prozent Reduktion des Schlaganfalls und 25 Prozent des Herzinfarkts durch Blutdrucksenkung), durch regelmäßige Ausdauerbewegung, durch gesunde Ernährung (mehr Obst und Gemüse, Reduzierung von Kochsalzaufnahme, Brot hat das meiste Salz aller Lebensmittel!), durch Rauchstopp, Stressreduzierung und reduzierten Alkoholkonsum.

Herzabend