Neues Angiografiegerät mit vielen Vorteilen und neuen Einsatzmöglichkeiten

Eine neue Digitale Subtraktionsangiografie-Anlage ist seit Kurzem am Krankenhaus St. Josef Braunau im Einsatz, die Anschaffungskosten betrugen 500.000 Euro. Es ist dies die größte medizintechnische Investition des abgelaufenen Jahres. Das Röntgen-Hightech-Gerät ermöglicht im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen eine dreidimensionale Darstellung der zu untersuchenden Gebiete. „Die neuen 3D-Schnittbilder sind sehr präzise und scharf und ermöglichen äußerst zielgerichtetes Angiografieren“, so Prim. Dr. Robert Stelzl vom Radiologie Institut. Sehr komplexe und neue Untersuchungs- und Eingriffsmöglichkeiten sind jetzt gegeben. Der Arzt kann sich anhand der 3D-Bilder jetzt auch besser bei Zielgefäßen und -organen orientieren und diese genauer lokalisieren.

Vor allem auch Patienten haben große Vorteile durch die neue Angiografieanlage. Die Strahlendosis ist bis zu 75% reduziert, durch die gute Lokalisierung kann auch schneller angiografiert werden. Die Belastung insgesamt wird für den Patienten geringer. Haupteinsatzgebiet der Digitalen Subtraktionsangiografie ist eine noch bessere Darstellung der Arterien zur Feststellung von Durchblutungsstörungen. Zudem ist ein noch effektiveres Aufdehnen der Gefäße durch Ballons und das Einsetzen von Stents möglich. Besondere Vorteile und neue Einsatzmöglichkeiten bietet die neue Anlage bei der Tumorembolisation, dem Unterbinden von Blutgefäßen, die den Tumor versorgen, weiters auch bei komplexen diagnostischen Organpunktionen und bei zielgerichteter Schmerztherapie durch Infiltration an Wirbelgelenken und beim Bandscheibenvorfall. Die neue Digitale Subtraktionsangiografie ist ein weiterer medizintechnischer Quantensprung, mit dem Einsatz im Krankenhaus St. Josef Braunau findet modernste Diagnose und Therapie von Gefäßen und anderen Organen Einzug.

Angiographiegerät