Koloproktologie

Ärztliche Leitung: Prof. Prim. Dr. Kastl
Tel.: +43 7722 / 804-6110

Diese Seite dient der Information von Patienten und niedergelassenen Ärzten. Sie bietet sowohl eine Kurzübersicht als auch eine umfassende Darstellung der von uns angebotenen Leistungen auf dem Gebiet der Koloproktologie.

Sie ersetzt nicht das persönliche Gespräch des Patienten mit seinem behandelnden Arzt!

Das Fachgebiet der chirurgischen Koloproktologie beschäftigt sich mit Erkrankungen des Dickdarmes (Divertikulose, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Tumoren, hereditäre Tumorerkrankungen, funktionelle Störungen), des Enddarmes (Rektumtumore, Stuhlentleerungsstörungen), des Afters (Hämorrhoidalleiden, Fisteln, Fissuren, Tumore) sowie des Schließmuskelorgans (Beckenbodenfehlfunktion, Stuhlinkontinenz, Obstipation) sowie der Betreuung von Stomaträgern in Kooperation mit unserer Stomatherapeutin Frau Perschl.

Information für Zuweiser und Interessenten an einer proktologischen Weiterbildung:

Wir behandeln im Jahr etwa 200 Patienten mit proktologischen Erkrankungen. Dabei handelt es sich um Patienten mit allen Stadien des Hämorrhoidalleidens und deren stadiengerechter Therapie, Patienten mit teils komplexen Fistelbildungen des Anorektums mit allen Standard-Operationsverfahren (Exzision, lay-open Technik, Fadendrainage, Mucosa/Submucosa Verschiebelappen, Anal Fistula Plug).

Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und anorektalem Befall werden ebenfalls ambulant wie stationär in unserer Klinik gesehen, die interdisziplinäre Therapieplanung erfolgt zusammen mit den Gastroenterologen.

An venerischen Erkrankungen werden hauptsächlich Patienten mit Condylomen vorstellig.

Zusammen mit den Kollegen der Gynäkologie und Urologie werden Patienten mit Beckenbodeninsuffizienzen diskutiert und der konservativen bzw. interdisziplinären – operativen Therapie zugeführt. Die Zertifizierung eines Beckenbodenzentrums wird angestrebt.

Im Rahmen der Patientenbehandlung erfolgt die Diagnostik im Sinne von Inspektion, Palpation, Rektoskopie, Proktoskopie und Endosonographie zur Festlegung des weiteren Procederes.

Patienten mit akuten und chronischen Analfissuren werden häufig ambulant behandelt bzw. auch ambulanten Operationen zugeführt. Das komplette Spektrum der konservativen Therapie incl. chemische Sphinkterolyse und Botoxinjektionen (in Ausnahmefällen) wird angeboten, ebenso die operative Versorgung von chronischen Analfissuren im Sinne einer Fissurektomie; die Sphinktoromytomie ist inzwischen lediglich Ausnahmefällen vorbehalten.

Wir führen regelmäßig Endosonografieuntersuchung bei Patienten mit anolrektalen benignen oder malignen Tumoren durch, die transanale Tumorexzision inclusive TEM als minimal-invasives Verfahren ist Teil unseres Operationsspektrums, die Indikationsstellung hierfür erfolgt mittels Endosonografie durch den Operateur. Zudem werden auch komplexe Analfistelsysteme oder Fistelrezidive sonographisch dargestellt.

Kleinere peri- und intraanale Geschwulste sowie von Analvenenthrombosen, Marisken und hypertrophen Analpapillen können im Rahmen einer tagesklinische Operation entfernt werden.

Wir versorgen eine Vielzahl von Anal- und Pilonidalabszessen operativ, die Akne inversa stellt ebenfalls einen Anteil unserer septischen Operationen am Anorektum dar.

Die Versorgung von stuhlinkontinenten Patienten mit konservativer (Physiotherapie, Biofeedback) und operativen Maßnahmen (PTQ-Injektion, Sphicterrepair, etc.) incl. der sakralen Neuromodulation und der Implantation eines künstlichen Schließmuskelsystems werden beherrscht. Die Analmanometrie ist dabei fester Bestandteil der präoperativen Diagnostik.

Die Versorgung und Beratung von Stomaträgern erfolgt in enger Zusammenarbeit mit einer Stomatherapeutin.

An analen Dermatosen sehen wir häufig Patienten mit irritativ–toxischen Analekzemen und hin und wieder Patienten mit Lichen ruber, Psoriasis vulgaris oder Vitiligo.

Die funktionelle und morphologische Diagnostik des Beckenbodens und des Schließmuskel-apparates erfolgt einerseits endosonographisch sowie mit der Analmanometrie und ggf. Defäkografie.

Die Exzision von kleineren peranalen Geschwulsten oder Analvenenthrombosen wird in meist in Lokalanästhesie durchgeführt.

Proktologie Sprechstunde
dienstags ab 11:00 Uhr bzw. nach telefonischer Terminvereinbarung unter Tel.: 07722 / 804-6100

Stomasprechstunde
dienstags und mittwochs 7:00-15:00 Uhr, Frau E. Perschl
Terminvereinbarung unter Tel.: 07722 / 804-8282

Wir bitten Sie darum, relevante Vorbefunde, Operationsberichte und Röntgenbilder mitzubringen, um die Abläufe reibungsloser zu gestalten.

Nach einem ausführlichen Vorgespräch wird (eventuell nach Gabe eines Klistiers) eine proktologische Untersuchung durchgeführt, die eine Inspektion, rektal-digitale Untersuchung, Rektoskopie, Proktoskopie oder ggf. eine flexible Sigmoidoskopie umfasst. Da diese Untersuchungen in der Regel nicht schmerzhaft sind erfolgt die Verabreichung von sedierenden Medikamenten nur in Ausnahmefällen.

Bei komplexeren Fragestellungen können eine Endosonografie (Dauer ca. 20 Min.), eine Analmanometrie (Dauer ca. 20-30 Min.) oder radiologische Untersuchungen wie die Computertomografie, ein Beckenboden-MRT oder eine MRT-Defäkografie bzw. Defäkografie, die Colontransitzeitbestimmung oder ein Kontrasteinlauf, erforderlich werden. Hierzu sind gesonderte Terminvereinbarungen erforderlich.

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