Schmerztherapie


Abteilungsleitung
Prim. Dr. Florian Neuhierl, MHBA, DESA
OA Dr Friedrich Neulaendtner
Leiter der Schmerztherapie
OA Dr. Friedrich Neuländner

Bereichsleitung
DGKP Ingeborg Schlag-Bakas
Telefon
+43 7722 / 804 6615


‚Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller und potentieller Gewebsschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird.‘
(IASP International Association for the Study of Pain, 1986)

Schmerz an sich ist eigentlich ein natürlicher Schutzmechanismus des Körpers und die Schmerzempfindung in ihrer Funktion wichtig, um den Körper vor möglichen Gefahren zu warnen und zu schützen. In jedem Fall bedarf es natürlich einer Behandlung von Schmerzen.

Ziel einer Schmerztherapie ist es, Patienten von Schmerz zu befreien und so früh wie möglich zu mobilisieren. Schmerzen könnten dabei diesen Prozess negativ beeinflussen. Daher ist es auch wichtig, die bereits intraoperativ – d.h. während der Operation – begonnene Schmerztherapie postoperativ im Aufwachraum und dann weiterführend auf der Normalstation fortzusetzen. Man unterscheidet zwei Arten von Schmerz, den akuten und den chronischen.

Akuter Schmerz (Akutschmerzdienst)

Akuter Schmerz entsteht, wenn durch eine Gewebsschädigung ein bestimmter Schwellenwert überschritten wird. Auslöser können mechanische, chemische, thermische oder elektrische Reize sein, die durch bestimmte Nervenrezeptoren dann über das Rückenmark ans Gehirn weitergeleitet werden.

Unser Akutschmerzdienst – bestehend aus einem Anästhesisten und einer Pflegeperson – kann jederzeit bei neu aufgetretenen oder unvorhergesehenen Schmerzen zur schmerztherapeutischen Behandlung angefordert werden. Betreut werden primär alle Patienten mit perioperativen Schmerzen, insbesondere wenn diese mit einem speziellen regionalanästhesiologischen Verfahren zur Schmerztherapie versorgt wurden (PCIA, PCEA, PCRA). Des Weiteren werden konsiliarisch Tumorpatienten, Patienten mit anderen akuten – oder auch chronischen – Schmerzen betreut.

Chronischer Schmerz (Schmerzambulanz):

Wie auch immer Schmerz geartet ist, es ist wichtig, diesen so rasch wie möglich zu behandeln und auszuschalten. In jeder Schmerzbehandlung ist der rechtzeitige Einsatz der passenden Schmerzmedikamente und anderer nicht-medikamentöser Behandlungen wichtig, um eine Chronifizierung des Schmerzes zu verhindern.

Von chronischem Schmerz spricht man, wenn das Schmerzgeschehen länger als sechs Monate andauert. Chronischer Schmerz kann als eigenständiges Krankheitsbild gewertet werden, da die Schmerzempfindung nichts mehr mit der ursächlichen Verletzung oder Entzündung zu tun hat. Die Behandlung chronischer Schmerzpatienten erfolgt in unserer Schmerzambulanz.

Um den Erfolg einer Schmerztherapie gut messen und bewerten zu können, sollen die Patienten anhand einer Schmerzskala die Intensität ihrer Schmerzen anzeigen. Das Ziel der vollkommenen Schmerzfreiheit ist leider nicht immer realisierbar, in diesen Fällen ist es wichtig, einen Schmerzzustand zu erreichen, mit dem die Schmerzpatienten zumindest gut leben können. Die Devise lautet ‚Schmerzemanzipation‘.

Informationsbroschüre schmerzarmes Krankenhaus