Intensivmedizin

 


Abteilungsleitung
Prim. Dr. Florian Neuhierl, MHBA, DESA
OA Dr Bernhard Furtner
Leiter der Intensivmedizin
Stv. Abteilungsleiter
OA Dr. Bernhard Furtner

Bereichsleitung

DGKP Ingeborg Schlag-Bakas
Telefon
+43 7722 / 804 6630

Die primäre Aufgabe der Intensivmedizin liegt in der Überwachung und Behandlung von Patienten, bei denen lebenswichtige Organfunktionen gestört oder gefährdet sind und deshalb durch intensive therapeutische Maßnahmen unterstützt und aufrechterhalten werden müssen.

Unsere anästhesiologisch betreute, operative Intensivstation versorgt pro Jahr mehr als 550 Patienten. Neben der postoperativen Betreuung nach großen Operationen liegen die Schwerpunkte in der Versorgung von schwerkranken oder schwerverletzten Patienten, z.B. mit Schädel-Hirn-Traumen, Hirnblutungen, sowie Patienten mit schwersten Infektionen.

An sechs Intensivtherapieplätzen sowie einem Eingriffsplatz werden die Patienten – unter Verfügbarkeit aller moderner, intensivmedizinischer Verfahren (TEE, PiCCO, Hirndruckmessung etc.) – von einem Intensivteam (Arzt und Pflege) betreut. Es besteht die Möglichkeit der differenzierten Beatmungstherapie mit modernen Beatmungsgeräten – aktuell werden hier mehr als 1200 Beatmungstage pro Jahr geleistet – sowie der Nierenersatztherapie mit 400 Hämofiltrationstagen pro Jahr. Bei Bedarf wird auch die apparative Kreislaufunterstützungstherapie durchgeführt.

Die Arbeit auf der Intensivstation setzt breit gefächertes Fachwissen voraus, das unser Team im interdisziplinären Austausch mit allen medizinischen Fachrichtungen im täglichen Umgang mit den Patienten zum Einsatz bringt. Das Wohl der Patienten und die Wahrung ihrer Würde und Patientenrechte – auch nach ethischen Gesichtspunkten –  stehen hierbei im Mittelpunkt.

Auf unserer Intensivstation wird auch das sogenannte PAD (Pain-Agitation-Delir)-Management umgesetzt, das neue und innovative Maßnahmen im Umgang mit Delirien bzw. zur Delirvermeidung setzt. Bei einem ‚Delir‘, auch als ‚Durchgangssyndrom‘ bezeichnet, handelt es sich um eine akute, aber durchaus rückbildungsfähige Bewusstseinsstörung, die im Zuge eines langen Krankenhausaufenthaltes, einer schweren Erkrankung oder postoperativ auftreten kann. Neben speziell hierzu ausgebildeten Mitarbeitern und neuen Medikamenten wird vor allem auf nicht-medikamentöse, einfachste Maßnahmen gesetzt, die den Therapieverlauf positiv beeinflussen können. Gut sichtbare Uhren, das Bereitstellen von Hör- und Sehbehelfen oder einfach auch nur aufmerksames Beobachten der Verhaltensweise der Patienten, um Auffälligkeiten so bald wie möglich melden zu können, sind Beispiele hierfür.

Je nach Ermessen des betreuenden Teams steht unseren Patienten sowohl physiotherapeutische als auch psychologische / seelsorgliche Betreuung zur Verfügung, wobei letztere auch von Angehörigen in Anspruch genommen werden kann.

Informationsbroschüre Intensivstation