Anästhesie

Die Abteilung für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie betreut jährlich ca. 8500 operative Patienten der Fachdisziplinen Augenheilkunde, Chirurgie, Kinderchirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Hals- Nasen- und Ohrenheilkunde, Kieferchirurgie, Unfallchirurgie, Neurochirurgie und Urologie, versorgt die interventionellen und diagnostischen Bereiche, organisiert die interdisziplinäre operative Intensivmedizin und betreut die ambulanten und stationären Schmerzpatienten im Krankenhaus Braunau. Der Notarztdienst der Stadt Braunau wird von der Abteilung organisiert.

Hierfür stehen 6 zentrale – im OP – sowie 6 dezentrale Anästhesiearbeitsplätze (MRT, CT, Schockraum, Sectio-OP, Gipsraum und Endoskopie) zur Verfügung. Diese sind mit modernsten Narkosegeräten ausgerüstet. (Zeus, Primus, etc.) Wir bieten alle modernen Anästhesieverfahren an.

Um für unsere PatientInnen eine größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, kommen intraoperativ eine Vielzahl nichtinvasiver und invasiver Monitoringsysteme zum Einsatz. (z.B. BIS, NMT, TEE, PICCO, Cardio-Q). Zur frühzeitigen Erkennung und Kontrolle der Behandlung von Gerinnungsproblemen steht uns eine Thrombelastographiediagnostik (ROTEM) zur Verfügung.

Als fremdblutsparende Maßnahme wird bei uns vor großen Eingriffen frühzeitig eine Blutbildkontrolle durchgeführt. Somit können wir eine Anämie (Blutarmut) präoperativ diagnostizieren und behandeln. Intraoperativ setzen wir die maschinelle Autotransfusion (Cell-Saver) ein.

AnästhesieBesonderes Augenmerk legen wir auf einen hohen Anteil an Regionalanästhesieverfahren. Diese kommen alleine, aber auch in Kombination mit einer Vollnarkose zum Einsatz.

Wir wenden rückenmarksnahe Verfahren (Spinalanästhesie, lumbale und thorakale Periduralkatheter und Kaudalanästhesie bei Kindern) als auch periphere Nervenblockaden (interskalenäre und axilläre Plexusanästhesien, Femoralis- und Ischiadicusblockaden) an. Mit Einzelinjektionen, aber auch kontinuierlichen Katheterverfahren können wir eine deutlich verbesserte postoperative Schmerztherapie gewährleisten.

Regionalanästhesiologische Verfahren werden bei uns in einem hohen Maß ultraschallgezielt durchgeführt. Nach Beendigung der Operation werden unsere PatientInnen für die erste Zeit in unserem Aufwachraum betreut und verbleiben dort bis zur Erholung von der Operation und der Narkose. Die intraoperativ begonnene Schmerztherapie wird hier fortgesetzt, um gerade in den ersten Stunden nach einem Eingriff eine effektive Schmerztherapie zu gewährleisten.