Livopangas nimmt Kindern Schmerz und Angst

Mit einer im Krankenhaus St. Josef Braunau neuen und seit einigen Monaten angewendeten Methode, die nur etwa drei Minuten Inhalation erfordert, können den kleinen Patienten die Schmerzen bei kleinen Eingriffen genommen werden. An der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde kommt N2O beziehungsweise Distickstoffmonoxid zum Einsatz, es wird mit 50 % medizinischem Sauerstoff gemischt. Dieses Gasgemisch, „Livopan“ genannt, hemmt nämlich die Schmerzübertragung im zentralen Nervensystem. „Das Gas wird unter anderem bei Blutabnahmen, kleineren Eingriffen wie Wundspülungen und -reinigung, Entfernung von Fremdkörpern, Punktionen oder Verbandwechsel verwendet“, erklärt Abteilungsvorstand Prim. Prof. Dr. Uwe Wintergerst.

Livopan kann Kleinkindern schnell und unverzüglich gegeben werden und nach kurzzeitiger Anwendung verlässt es ebenso schnell wieder den Körper, sodass keine Notwendigkeit für eine nachfolgende Überwachung besteht. Während der Anwendung steht das Kind aber natürlich unter kontinuierlicher Beobachtung.

Voraussetzung ist, dass die kleinen Patienten mindestens drei Jahre alt sind, damit sie die Aufforderung, durch die Maske zu atmen, verstehen und die Behandlung tolerieren. Unterstützend wirken dafür verschiedene Duftstoffe wie Schokolade, Vanille oder Erdbeere, die auf die Maske aufgetragen und als angenehmer Geruch wahrgenommen werden.

Livopan wird bei kooperierenden Patienten sehr gut angenommen, auch die Erfahrungen sowohl von medizinischer als auch pflegerischer Seite sind sehr gut.

Prim. Wintergerst bei der Verabreichung von Livopangas

Prim. Prof. Dr. Wintergerst bei der Verabreichung von Livopan