Diplomausbildung zur Pflegefachassistent/in

Die Diplomausbildung zur Pflegefachassistenz (PFA) dauert 2 Jahre und umfasst 3.200 Stunden theoretische und praktische Ausbildung.

Die Ausbildung unterteilt sich in:

Theorie                                 1.870 Stunden
Praxis                                   1.060 Stunden
Schulautonomer Bereich        270 Stunden

Die Praktika werden im Krankenhaus St. Josef Braunau, in Einrichtungen in der Langzeitpflege (z.B. Pflegeheim) und in der extramuralen Pflege (z.B. Hauskrankenpflege) absolviert.

Berufsbild

Die Pflegefachassistenz ist ein Gesundheits- und Krankenpflegeberuf und dient zur Unterstützung von Angehörigen des gehobenen Dienstes sowie von ÄrztInnen.

Die Pflegeassistenzberufe umfassen die Durchführung der ihnen nach Beurteilung durch die Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege im Rahmen des Pflegeprozesses übertragenen Aufgaben und Tätigkeiten in verschiedenen Pflege- und Behandlungssituationen bei Menschen aller Altersstufen in mobilen, ambulanten, teilstationären und stationären Versorgungsformen sowie auf allen Versorgungsstufen.

Im Rahmen der medizinischen Diagnostik und Therapie führen Pflegeassistenzberufe die ihnen von Angehörigen des gehobenen Dienstes der Gesundheits- und Krankenpflege oder von ÄrztInnen weiterübertragenen Maßnahmen durch.

Tätigkeitsbereiche der Pflegefachassistenz

Im neuen Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG) sind folgende Tätigkeitsbereiche der Pflegefachassistenz angeführt:

  • die eigenverantwortliche Durchführung der ihnen von Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege oder ÄrztInnen übertragenen Aufgabe der Pflegeassistenz
  • das Handeln in Notfällen
  • die eigenverantwortliche Durchführung der ihnen von ÄrztInnen übertragenen weiteren Tätigkeiten im Rahmen der Mitwirkung bei Diagnostik und Therapie
  • Anleitung und Unterweisung von Auszubildenden der Pflegeassistenzberufe

Weitere Tätigkeiten im Rahmen der Mitwirkung bei Diagnostik  und Therapie sind:

  1. Durchführung standardisierter diagnostischer Programme, wie EKG, EEG, BIA, Lungenfunktionstest
  2. Legen und Entfernen von transnasalen und transoralen Magensonden
  3. Setzen und Entfernen von transurethalen Kathetern bei der Frau, ausgenommen bei Kindern
  4. Ab- und Anschluss laufender Infusionen, ausgenommen Zytostatika und Transfusionen mit Vollblut und/oder Blutbestandteilen, bei liegendem periphervenösen Gefäßzugang, die Aufrechterhaltung dessen Durchgängigkeit sowie gegebenfalls die Entfernung desselben
  5. Anlegen von Miedern, Orthesen und elektrisch betriebenen Bewegungsschienen nach vorgegebener Einstellung

Die Ausbildung

Theoretische Ausbildung

Theorie – Themenfelder 1. Jahr 2. Jahr
Grundsätze der professionellen Pflege 70 80
Pflegeprozess I und II (einschließlich EDV im 1. Jahr) 60 100
Beziehungsgestaltung und Kommunikation 100
Zielgruppen- und settingorientierte Beziehungsgestaltung und Kommunikation 160
Grundzüge und Prinzipien der Akut- und Langzeitpflege einschließlich Pflegetechnik (Teil 1 und 2) 300
Zielgruppen- und settingorientierte Pflege einschließlich Pflegetechnik (Teil 1 und 2) 240
Grundzüge medizinischer Diagnostik und Therapie in der Akut- und Langzeitversorgung einschließlich medizinische Pflegetechnik
(Teil 1 und 2)
200
Zielgruppen- und settingorientierte medizinische Diagnostik und Therapie einschließlich medizinische Pflegetechnik (Teil 1 und 2) 190
Kooperation, Koordination und Organisation I und II 30 40
Entwicklung und Sicherung von Qualität I und II 20 40
Lernbereich Training und Transfer I 20 120
Modul Schriftliche Arbeit im Fachbereich 100
Gesamt 800 1.070

 

Praktische Ausbildung

Praktikum Fachbereich / Setting Std.
Akutpflege (1. und 2. Jahr) operative und konservative medizinische Fachbereiche 320
Langzeitpflege (1. Jahr)
  • Pflegeheim
  • mobile Pflege
  • geriatrische Tageszentren
  • Einrichtungen für Menschen mit Behinderung (mit Pflegeschwerpunkt)
160
Zielgruppenspezifisches Praktikum (2. Jahr) mobile, ambulante, teilstationäre und stationäre Versorgungsformen 160
Wahlpraktikum (1. und 2. Jahr) mobile, ambulante, teilstationäre und stationäre Versorgungsformen 345
Theorie-Praxistransfer einschließlich Praxisreflexion
(1. und 2. Jahr)

Lernbereich Training und Transfer

(z.B. Fertigkeitentraining, Simulationsverfahren)

75
Gesamt   1.060

Schulautonomer Bereich

Schulautonomer Bereich Sachgebiet / Fachbereich Std.
Nach Wahl der Schule:

  • theoretische Ausbildung
  • praktische Ausbildung
Vertiefender oder erweiternder Unterricht im als schulautonomer Schwerpunkt 270

Abschlussprüfung

Abschluss mit kommissioneller Abschlussprüfung

  1. schriftliche Arbeit im Fachbereich
  2. mündliche Prüfung / Fallbeispiele