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Krankenhaus St. Josef Braunau: Visite mit iPad am Patientenbett - erstmals in Österreich
„Sehen wir uns Ihren Befund mal genauer an“, sagt Primar Dr. Jürgen Barth, Vorstand der Abteilung für Unfallchirurgie, orthopädische Chirurgie und Sporttraumatologie am Krankenhaus St. Josef Braunau, am Krankenbett und tippt mit einem Stift auf ein kleines Kästchen, das etwa 25 Zentimeter lang, 19 Zentimeter breit und nur 1,3 Zentimeter tief ist. Seit einigen Wochen läuft in Österreich dieses Experiment in der Art und Weise das erste Mal und ist noch einzigartig. Prim. Barth trägt das iPad immer bei sich: bei der Visite, bei Patienten- und Angehörigengesprächen, bei Untersuchungen, im OP, usw. „Damit habe ich sofort Zugriff auf alle Daten, die über das MPA Krankenhausprogramm laufen und kann mir unter anderem Informationen über den Betten- und Operationsplan, Röntgenbilder und Befunde holen.
Sicher ist dies auch mit dem Laptop möglich, aber man wird mit der Zeit armlahm, außerdem ist das iPad leicht zu bedienen, sein Akku hält wesentlich länger, es stürzt kaum ab, ist betriebssicher und es lässt sich viel schneller wieder hochfahren“, erklärt der Leiter der Unfallchirurgie. War ein Patient kurz vor der Visite noch in der Radiologie, kann Primar Barth die Röntgenbilder bequem über das iPad abrufen und sie direkt mit ihm besprechen sowie die Aufnahmen zeigen – und heranzoomen. „Um den Sitz der Prothese, eine Fraktur oder Verletzung zu zeigen, dafür ist es eine ideale Geschichte. Zur Aufklärung der Patienten zeige ich ihnen Bilder von der Hüfte oder dergleichen.“
In ein paar Monaten wird auch die Befundschreibung über das MPA Krankenhausprogramm laufen, dann kann auf noch mehr Information zugegriffen werden. „Richtig toll wird es, wenn alle Untersuchungsergebnisse digitalisiert sind und der E-Mailverkehr dranhängt.“
Der iPad-Versuch entstand in Zusammenarbeit mit IT-Abteilungsleiter Mag. Gottfried Dachs. „Ich denke, dass es als Endgerät für das Abrufen von Infos und die Darstellung von Bildern ein ideales und attraktives Medium ist. Bei der Visite ist man online und kann sich Arbeitsschritte sparen, indem man weiteres Vorgehen, Untersuchungen oder Zuweisungen direkt am Patientenbett elektronisch beauftragen kann.“

Prim. Barth mit iPad am Krankenbett
