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Damit der Übergang gelingt – zehn Jahre Überleitungspflege am Krankenhaus Braunau
Die Überleitungspflege: Unzählige Patienten im Krankenhaus St. Josef in Braunau haben diesen Weg in den letzten zehn Jahren beschritten. Haben in einer Situation, in der sich durch eine plötzliche Krankheit die Lebenssituation oft grundlegend geändert hat, jene Hilfe bekommen, die den Schritt aus der Spitalsbehandlung zurück in die eigenen vier Wände oder in spezielle Wohneinrichtungen entscheidend erleichtert. Es ist eine zehnjährige Erfolgsgeschichte am Krankenhaus Braunau.
Durch die kürzere Verweildauer im Krankenhaus ist die Überleitungspflege ein unverzichtbares Angebot geworden. Heute wird ein Patient, bei dem vielleicht ein Versorgungsproblem nach der Entlassung besteht, vom ersten Tag im Krankenhaus an optimal betreut und begleitet.
Das Projekt Überleitungspflege startete am 2. Jänner 1999, erste Überleitungspflegerin war DGKS Aloisia Holzkorn. Durch den raschen Anstieg der Überleitungen kam nach eineinhalb Jahren eine weitere Kollegin hinzu. In weiterer Folge wurde eine dritte Kraft notwendig, da auch die Patienten auf den beiden Internen Stationen am Krankenhaus Simbach mitbetreut werden.
Über die Jahre hat die Überleitungspflege dann mit der steigenden Zahl an zu begleitenden Patienten an Bedeutung gewonnen. „Heute ist diese Einrichtung nicht mehr wegzudenken“, ist Holzkorn überzeugt. Was auch die Zahlen der letzten Jahre beweisen. Wurden im Jahr 2000 noch 188 Patienten erfolgreich „übergeleitet“, so waren es im Folgejahr bereits 294. Im vergangenen Jahr 2009 verbuchte das dreiköpfige Team rund um Aloisia Holzkorn exakt 867 Überleitungsfälle.
Interessant ist auch ein Blick auf die Statistik hinsichtlich des Überleitungsziels. 437 Patienten des letzten Jahres konnten in die häusliche Pflege entlassen werden (davon 45 mit 24 h Betreuung) nur sechs dieser Personen waren nach kurzer Zeit wieder im Krankenhaus. „Das zeigt, dass mit einer erfolgreichen Überleitungspflege ein so genannter Drehtür-Effekt verhindert werden kann“, freut sich Holzkorn. Die restlichen Personen wurden in diversen Einrichtungen wie Pflegeheimen, Kurzzeitpflegen, Rehaanstalten usw. untergebracht. Generell ist die Überleitungspflege eine „Beratungsstelle“ für Patienten und deren Vertrauenspersonen. „Der Aufgabenbereich ist vielfältig und reicht von der Organisation der häuslichen Pflege über Hilfestellungen bei Anträgen und Erledigungen, z.B. Pflegegeld, Rufhilfe bis hin zu entsprechenden Adaptierungen der Wohnung und Unterstützung bei der Suche nach einem geeignetem Pflegeplatz“, erzählt Holzkorn.
Um mit allen internen und externen Partnern in Kontakt zu bleiben und damit die Möglichkeit zu schaffen, sich untereinander austauschen zu können, wird jedes Jahr ein „Vernetzungstreffen“ mit allen Beteiligten Hilfsorganisationen des Bezirkes organisiert. Die Veranstalter sind die O.Ö. GKK Braunau, der Sozialhilfeverband Braunau und die Überleitungspflege des Krankenhauses Braunau.
