AKTUELLES
KH St. Josef - höchste Keimfreiheit durch eine weitere Sterilisationsmethode
Sie gehört zu jedem Krankenhaus wie das Skalpell zum Chirurgen: die Zentralsterilisation, im KH Braunau die Firma SLI, „Sterilgut, Logistik und Instrumenten-Management“. Sie ist jene Abteilung eines Spitals, ohne die eine Operation nicht durchführbar wäre: Reinigung, Desinfektion, Pflege, Funktionsprüfung, Sortierung, Zusammenstellung von Sets, das Verpacken, Sterilisieren, und Bereitstellen von Instrumenten, Medizinprodukten (Operationsbesteck/Sterilgut). Im Krankenhaus St. Josef geht man jetzt neue Wege und kann künftig Patienten noch mehr Sicherheit durch absolute Keimfreiheit garantieren.
Ab sofort kann nämlich am Krankenhaus Braunau auch mit Gas sterilisiert werden. „Der große Vorteil ist, dass ab sofort auch Gegenstände, die die normale Sterilisations-Temperatur mittels Dampf (134 Grad) nicht aushalten würden, schonend mit Gas bei 60 Grad sterilisiert werden können“, erläutert Bernhard Korinek, Leiter der SLI. Hauptsächlich kommt die neue Methode bei der Sterilisation von Geräten für urologische Untersuchungen zur Anwendung. „Bislang wurden diese sensiblen Geräte nur desinfiziert. Mit der neuen Methode ist die Sterilisation kein Problem mehr und die Untersuchung für den Patienten noch um eine Spur sicherer“, zeigt sich Korinek begeistert. Korinek: „Nur vereinzelt verfügen andere Häuser über eine eigene Gas-Sterilisation. Viele bringen die empfindlichen Gegenstände zu uns.“
Erstmals in Österreich Laser-Markierungen
Nicht immer landen die zur Sterilisation entsandten Gerätschaften auch wieder auf der richtigen Station. Dank einer österreichweit einzigartigen Methode will man am Krankenhaus Braunau solchen Verwechslungen, die auf den Patienten natürlich keinerlei Auswirkung haben, vorbeugen. Seit kurzem setzt man in der SLI auf eine spezielle Methode zur Instrumentenrückverfolgung mittels Laser. Korinek: „Wir sind derzeit die Einzigen, die solch eine Methode anwenden. Dabei wird auf die Oberfläche bestimmter Instrumente ein Data-Matrix-Code gelasert. Dadurch ist dann mittels Computer eine genaue Instrumentenrückverfolgung möglich.“
Dies hat den großen Vorteil, dass man jedes Instrument verfolgen kann, von der Anlieferung bis zur Anwendung am Patienten. Auf den Stationen selbst kann es zu keinen Verwechslungen mehr kommen: „Jedes gelaserte Gerät hat eine Markierung, die es nur einmal gibt. Auf diesen Code kann alles Wichtige hinterlegt werden. Bis hin, in welche Lade das besagte Medizinprodukt im Operationssaal 3 gehört, was die Lagerhaltung (bei der Vielzahl an Instrumenten) um vieles Vereinfacht.“ Es wurden bereits 300 Instrumente markiert und genauestens beschriftet. Die Rückmeldung nach den ersten Monaten ist vonseiten der Stationen durchwegs positiv.
