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Erstes Kompetenzzentrum für Wirbelsäulen-Chirurgie im Innviertel
Kommt es nach einem Unfall zu einer Verletzung im Halswirbelbereich, so sind zwei Faktoren ganz entscheidend: die Zeit und Hilfe in der Nähe. Mussten Patienten nach einem Unfall oder mit Bandscheibenproblemen bislang gut 50 Kilometer in Spezialkliniken gebracht werden, so bietet das Krankenhaus St. Josef Braunau jetzt einen Leistungsschwerpunkt „Wirbelsäulen-Chirurgie“.
Mit der Verpflichtung des ungarischen Neurochirurgen Dr. Csaba Vicze, der in Ungarn an einer Universitätsklinik tätig war, an das Krankenhaus St. Josef konnte diese medizinische Versorgungslücke für das Innviertel geschlossen werden. Schon mehr als 30 Wirbelsäulen-Operationen sind seitdem erfolgreich durchgeführt worden.
„Die häufigsten Operationen hier bei uns sind Bandscheibenvorfälle, aber vor allem bei älteren Patienten über 50 auch degenerative Veränderungen der Wirbelsäule. Viele Betroffene glauben, dass ihnen bei besagten Wirbelsäulenproblemen nicht geholfen werden kann, da kein Bandscheibenvorfall vorliegt. Was nicht stimmt: Man kann sehr wohl die Einengung des Rückenmarkkanals operativ frei machen, und die Patienten können nachher mit deutlich weniger Schmerzen ihren Alltag meistern“, erläutert Dr. Vicze. Neben Operationen vor allem im Lendenwirbelbereich führt der Neurochirurg in Braunau auch Operationen an der Halswirbelsäule durch. „Wir verfügen hier über ein hochmodernes Operationsmikroskop, das für Halswirbelsäulen-Operationen unumgänglich ist, da sehr nahe am Rückenmark operiert wird.“ Grund für Eingriffe im Bereich der Halswirbelsäule sind zum Großenteil ebenfalls Bandscheibenvorfälle. Dazu kommen schwere Verletzungen im Halswirbelsäulenbereich durch Unfälle.
