AKTUELLES

Coronarangiographie Braunau-Simbach:
großartige Erfolgsbilanz nach einem Jahr zum Wohl der Bevölkerung

2137 Untersuchungen, 786 Interventionen. Das ist die großartige Bilanz der Coronarangiographie Braunau-Simbach genau nach 365 Tagen Betrieb. Aufgenommen hat die Einrichtung nämlich ihre Tätigkeit am 21. Juli 2008. Damals wurde mit ca. 850 Fällen kalkuliert, die Erwartungen wurden also bei weitem übertroffen. Diese herzmedizinische Erfolgsgeschichte widerspiegelt höchste kardiologische Kompetenz, Zuspruch und Vertrauen von niedergelassenen Ärzten und Patienten in Österreich und Bayern gleichermaßen und den dringenden Bedarf einer Coronarangiographie im unterversorgten ländlichen Raum.
Erfolgreicher in einem Jahr geht nicht. Das zeigt auch die Tatsache, dass österreichweit der Herzkathetertisch der Coronarangiographie im Krankenhaus Simbach am besten ausgebucht zu den am besten ausgebuchten Einrichtungen zählt. 907 Frauen (42,3 %) und 1230 Männer (57,7%) wurden behandelt. Der jüngste Patient war 18 Jahre, der älteste 92, jeweils Männer.

Ungleichversorgung beendet

266 Patienten kamen mit drohendem oder bereits eingetretenem Herzinfarkt oder total verstopften Herzkranzgefäßen als Akutfälle. Gerade anhand dieser Patienten ist die lebensrettende Bedeutung der neuen Coronarangiographie mit 24-Stunden-Versorgung vom ersten Tag an und mit einem fünfköpfigen Ärzteteam und hochqualifiziertem Betreuerstab ersichtlich, so Erwin Windischbauer, Geschäftsführer des Krankenhauses St. Josef Braunau. Die Coronarangiographie half also Leben retten, denn Transporte in 90 km entfernte Herzzentren wären in vielen Fällen in der dafür notwendigen Behandlungsfrist nicht mehr möglich gewesen. Die Coronarangiographie Braunau-Simbach bringt also für das Innviertel und die Region Rottal-Inn eine Annäherung an den Normalstandard in der herzmedizinischen Versorgung. Die große Ungleichbehandlung der Bevölkerung mit einer erhöhten Sterblichkeit nach Herzinfarkten von bis zu 30 Prozent laut ÖBIG-Studie, so Dr. Günter Jakobi, Geschäftsführer der TAU.GRUPPE.VÖCKLABRUCK, kann damit ausgeglichen werden. Wichtig ist vor allem auch, dass sich die Prävention in der Herzmedizin durch die neue Coronarangiographie extrem verbessert hat, was sich mittel- und langfristig besonders positiv auswirken wird. Bisher war die ländliche Bevölkerung aufgrund des Fehlens eines Herzzentrums stark unterdiagnostiziert. Die langen Wege in entfernte Herzzentren und das fehlende Bewusstsein für Herzmedizin verhinderten bisher eine erfolgreiche Vorbeugung. Die Patienten selbst sind deshalb laut Aussage von Prim. Doz. Johann Auer, Leiter der Inneren Medizin 1 am Krankenhaus St. Josef und der Coronarangiographie, äußerst glücklich über diese wohnortnahe spitzenmedizinische Herzversorgung. Sie fühlen sich in der überschaubaren Atmosphäre des Krankenhauses Simbach und er dortigen Coronarangiographie äußerst geborgen.

Erst grenzüberschreitende Coronarangiographie macht Sinn

893 Patienten (41,8%) in der Coronarangiographie Braunau-Simbach kamen im ersten Betriebsjahr aus Deutschland, 1244 (58,2%) aus Österreich. Dies zeigt die enorme Bedeutung der grenzüberschreitenden Behandlung. Die Kooperation von Österreich und Bayern ist die entscheidende Voraussetzung für den so großartigen Start und die bisherige Erfolgsgeschichte der Coronarangiographie schon im ersten Jahr. Die meisten Patienten kamen naturgemäß aus dem Bezirk Braunau und der Region Rottal-Inn. Der exzellente Ruf, den sich die Coronarangiographie unter Prim. Auer erworben hat, ist aber auch daran ersichtlich, dass es starken Zuzug auch aus den Bezirken Ried und Schärding gab, selbst aus allen österreichischen Bundesländern und dem gesamten bayerischen Raum sind Patienten nach Simbach gekommen. Die Coronarangiographie Braunau-Simbach ist ein Quantensprung in der herzmedizinischen Versorgung der Bevölkerung, das wurde erreicht durch die dezentrale Versorgung abseits der großen Ballungszentren. Mit der neuen Coronarangiographie ist es jetzt auch im ländlichen Bereich möglich geworden die eklatante Benachteiligung und Unterversorgung zu beenden.

Neueste Medizintechnologie im Einsatz

Aber nicht nur quantitativ, auch qualitativ ist die Coronarangiographie Braunau-Simbach am letzten medizinischen Stand. Die Herzkranzgefäße können in 3-D dargestellt werden, der intravaskuläre Ultraschall mit Minischallkopf ermöglicht ganz exakte Einblicke in die Gefäße und macht somit die Therapie sehr gut planbar. Dazu kommt die Verwendung modernster Stents, schon 49,2 Prozent sind beschichtete Stents, die eine Wiedereinengungsrate stark reduzieren. Patienten mit akutem Herzinfarkt wird das Blutgerinnsel aus den Herzkranzgefäßen in kürzester Zeit abgesaugt, und seit wenigen Wochen werden bei akut verstopften Gefäßen spezielle Ballonsysteme eingesetzt, die die Auflösungsrate der Blutgerinnsel stark erhöhen.

Neue Organisation: Krankenhaus St. Josef und Stadt Simbach in gemeinsamer GmbH

Mit 1. August 2009 wird die Coronarangiographie Braunau-Simbach in eine eigene GmbH mit zwei Gesellschaftern, der TAU.SERVICE GmbH (100%ige Tochter der Franziskanerinnen von Vöcklabruck) und der Stadtgemeinde Simbach, umgewandelt. Geschäftsführerin der neuen GmbH ist Mag. Margit Hollerweger von TAU.SERVICE. Bürgermeister Günther Wöhl aus Simbach sieht in dieser neuen Organisationsform und Zusammenarbeit ein wichtiges Zeichen, dass die Coronarangiographie in Simbach ein absolut zukunftsgerichtetes Projekt ist, dem die Zukunft gehört. Deshalb haben alle Parteien der Stadt Simbach für diese gemeinsame GmbH gestimmt. Die Stadt Simbach will deutlich machen, wie wichtig ihr die Existenz der Coronarangiographie ist und dass für den Bereich Rottal-Inn diese Einrichtung unverzichtbar ist für eine allumfassende Gesundheitsversorgung.

<< zurück