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Neueste „Schlüsselloch-Chirurgie“ durch den Nabel
Die Chirurgische Abteilung des Krankenhauses St. Josef Braunau wendet seit einigen Monaten höchst erfolgreich die weltweit innovativste Art der Laparoskopie – der Schlüsselloch-Chirurgie – an. Sie heißt SILS – Single Incision Laparoscopic Surgery – und bietet dem Chirurgen in der Laparoskopie eine neue Zugangsmöglichkeit über den Nabel an.
Nur mehr ein kleiner, „versteckter“ Schnitt im Nabel wird bei dieser neuen Art der laparoskopischen Operation benötigt.
Über einen 2 cm queren Hautschnitt im Nabel wird ein einziger weicher Zugang in den Bauch eingebracht, durch diesen dann mit neuen, abwinkelbaren Instrumenten die Operation ausgeführt. Diese Technik ist sehr patientenschonend und bringt sehr positive kosmetische Ergebnisse gegenüber den bisher erforderlichen 3-4 Schnittchen. Die kleine Narbe im Nabel ist später gar nicht mehr sichtbar, auch der postoperative Wundschmerz ist bei nur einer kleinen Nabelwunde fast nicht mehr vorhanden bzw. viel geringer und der Spitalsaufenthalt ist noch kürzer.
Prim. Dr. Rudolf Schandalik, Abteilungsvorstand der Chirurgie St. Josef: „Wir haben diese Zugangsmethoden bisher bei verschiedenen laparoskopischen Eingriffen wie Gallenblasen-, Leistenhernien- und Blinddarm-Operationen verwendet, werden aber zunehmend auch andere Eingriffe wie Magen- und Dickdarm-OPs in dieser Technik durchführen. Laparoskopische Eingriffe durch ein einziges Schnittchen stellen einen ganz herausragenden Fortschritt in der Welt der Chirurgie dar.“
