AKTUELLES

Kindgerechtes Gastroskopieren am Krankenhaus St. Josef Braunau /
Gastroenterologische Ambulanz

Die Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde des Krankenhauses St. Josef Braunau unter Prim. Prof. Dr. Uwe Wintergerst setzt derzeit einen weiteren Schwerpunkt in pädiatrischer Gastroenterologie. Eine frühzeitige genaue Diagnostik ist für Erkrankungen des Magen- Darmtraktes essentiell, deswegen wurde nun auch ein Kinderendoskop angekauft. In der Braunauer Kinderabteilung kann dadurch vom Säugling bis zum 14-jährigen Schulkind die komplette Untersuchung von Speiseröhre, Magen und einem Teil des Dickdarms kindgemäß durchgeführt werden. Bisher mussten die Kinder dazu in Spezialeinrichtungen nach Linz und Salzburg gebracht werden.

Ein lebensbedrohlicher Notfall, der eine rasche Gastroskopie erfordert, ist oft schnell da. Etwa wenn ein Kleinkind eine Knopfbatterie oder andere gefährliche Fremdkörper verschluckt. Dann muss sofort gehandelt werden. Mittels einer kleinen Greifzange am Kindergastroskop kann der Fremdkörper gut entfernt werden. Dasselbe gilt auch für verschluckte Münzen, die in der Speiseröhre stecken bleiben. Hier droht ein gefährlicher Durchbruch der Speiseröhre. Nur das sehr feine und dünne Kindergastroskop ermöglicht diese Eingriffe in Braunau, es hat nur 4 mm Durchmesser statt 8 mm beim Erwachsenengastroskop. Und auch die Kamera plus Optik an der Gastroskopiespitze ist dementsprechend kleiner. Weitere Indikationen sind Verdacht auf Speiröhrenröhrenentzündungen, chronische Darmentzündungen und Zöliakie.
Mit mindestens 50 gastroskopischen Untersuchungen und Eingriffen pro Jahr ist an der Braunauer Kinderabteilung zu rechnen. Im Gegensatz zur Erwachsenengastroskopie wird diese bei den Kindern unter Narkose durchgeführt. Der große Vorteil des neuen kindgemäßen Geräts in Braunau besteht in der Vermeidung von gerade für Kleinkinder psychisch belastende Überstellungen in entfernte Spitäler.

Neben der nun möglichen invasiven Abklärungsmöglichkeit, wozu eine stationäre Aufnahme nötig ist, besteht die Möglichkeit durch die Einrichtung einer gastroenterologischen Sprechstunde Erkrankungen des Magen- Darmtraktes vermehrt auch ambulant abzuklären.

<< zurück