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Schonende Operationsmethode im Krankenhaus Braunau
Hilfe bei starken Monatsblutungen
Eine von fünf Frauen in Österreich leidet unter so starken Regelblutungen, dass ihr Wohlbefinden und ihre Bewegungsfreiheit unangenehm eingeschränkt sind. An der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus St. Josef in Braunau kann diesen Frauen mit einem kurzen, schonenden Eingriff – dem sogenannten Thermachoice Verfahren – geholfen werden, wieder ihre optimale Lebensqualität zu erreichen. „Der Eingriff wurde weltweit schon mehr als 500.000 mal durchgeführt. Der Eingriff ist komplikations- und risikoarm, mit kurzer Operationsdauer durchzuführen, und es liegen Daten vor, dass die 5 Jahres-Ergebnisse mit herkömmlichen Methoden vergleichbar sind und eine hohe Patientinnen-Zufriedenheit besteht“, erklärt Primarius Dr. Gottfried Hasenöhrl.
Der Eingriff wird in Narkose vorgenommen und ist technisch einfach: Eine kleine Ballonhülle wird über die Scheide in den Uterus eingeführt, im Körper mit heißem Wasser gefüllt und von innen an die Wand der Gebärmutter gedrückt. Nach acht Minuten ist die Hitzetherapie abgeschlossen und die Hülle wird aus dem Körper entfernt. In den Tagen nach dem Eingriff geht die Schleimhaut – wie bei einer normalen Regelblutung – ab und die Ursache für die starken Blutungen ist behoben.
„Wir behalten die Patientinnen dann noch 1 bis 2 Tage im Krankenhaus zur Beobachtung, danach können sie ihr normales Leben wieder aufnehmen“, erläutert Primarius Hasenöhrl und ergänzt: „Wir können damit jenen Patientinnen eine Behandlung anbieten, die sich nicht wegen unerträglich starker Monatsblutungen die Gebärmutter entfernen lassen möchten.“ Die Methode ist auch eine gute Alternative für Patientinnen, die Hormonen gegenüber skeptisch sind oder schon Kürettagen hatten, die nicht das gewünschte Ergebnis gebracht haben.
Vor der Behandlung erfolgen ein Abstrich und eine Gewebsentnahme sowie eine gründliche Untersuchung, bei der z. B. Polypen oder Myome als Ursache ausgeschlossen werden. In einem ausführlichen Gespräch wird dann gemeinsam mit der Patientin geklärt, was in ihrem Fall die beste Therapie ist. „Denn“, so Primarius Hasenöhrl, „jede Frau ist anders und soll in Kenntnis aller Möglichkeiten ihre Entscheidung mit Sicherheit treffen können“.
