UROLOGIE

Prostatakarzinom

Prostatakrebs ist heute die häufigste bösartige Erkrankung im urologischen Krankengut und die zweithäufigste bösartige Erkrankung beim Mann im Allgemeinen. Statistisch gesehen werden 46 von 100.000 Männer mit dieser Diagnose konfrontiert, Tendenz steigend.

Auf Grund sehr sensibler und verfeinerter Instrumente zur Früherkennung wird aber Prostatakrebs heute in den meisten Fällen in sehr frühen Stadien entdeckt. Zusammen mit den geeigneten Behandlungsmöglichkeiten besteht dann auch die größtmögliche Chance auf vollständige Heilung.

Den wichtigsten ersten Schritt stellt jedoch die Bereitschaft zur regelmäßigen urologischen Vorsorgeuntersuchung dar. Diese sollte zu Beginn des 4. Lebensjahrzehntes zum ersten Mal durchgeführt werden. Ab dem 50. Lebensjahr sollte die Vorsorgeuntersuchung jährlich vorgenommen werden, bei Prostatakrebserkrankungen in der Familie aber bereits ab dem 45. Lebensjahr.

Die Vorsorgeuntersuchung umfasst:

Sollte einer dieser „diagnostischen Mosaiksteine“ einen verdächtigen Befund ergeben, so muss durch eine Gewebsentnahme aus der Prostata (Prostatabiopsie) mit anschließender histologischer Untersuchung der Befund eines Prostatakarzinoms bestätigt oder ausgeschlossen werden.

Die Behandlung des Prostatakarzinoms richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten. Die Entscheidung für die eine oder andere Therapieoption soll in jedem Fall nach ausführlichen Gesprächen zwischen Arzt und Patient erfolgen um auch persönliche und individuelle Bedürfnisse des Patienten in die Entscheidung mit einbeziehen zu können.

An Behandlungsmöglichkeiten stehen im Wesentlichen die operative Entfernung der Prostata (Radikale Prostatektomie) oder eine Bestrahlung (Externe Strahlentherapie) für die Frühstadien und eine Hormonbehandlung für primär schon fortgeschrittene Stadien zur Verfügung.

Die Bestrahlungstherapie kann im Krankenhaus Braunau nicht durchgeführt werden, kann aber jederzeit in einem auswärtigen Spital (Landeskrankenanstalten Salzburg oder Klinikum Passau) vermittelt werden.

Alle anderen Behandlungsmöglichkeiten werden im Krankenhaus St. Josef angeboten und auch regelmäßig durchgeführt.

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