KLINIK FÜR PSYCHISCHE GESUNDHEIT

Beitrag zur Akzeptanz psychischer Störungen

Die Akzeptanz psychischer Störungen wie z.B. Depressionen oder Psychosen in der Bevölkerung ist auch heute noch im Vergleich zu körperlichen Erkrankungen relativ gering. Psychische Erkrankungen lösen häufig noch die Vorstellung von einer zu dauerhaftem geistigem Defekt führenden Gehirnerkrankung aus. Dies liegt daran, dass man in den Behandlungsmöglichkeiten bis vor einigen Jahrzehnten weit hinter den somatischen Fächern zurücklag und dass die Menschen wenig differenzierte Informationen über diese Erkrankungen bekamen. Eine Situation, die sich inzwischen grundlegend geändert hat. Das Wissen hat sich enorm erweitert und die meisten psychischen Erkrankungen sind inzwischen sowohl psychotherapeutisch als auch medikamentös sehr gut behandelbar. Insofern bedeutet Regionalisierung der Psychiatrie und ihr Einzug in das Allgemeine Krankenhaus auch ganz wesentlich, das neu vorhandene Wissen und Können in die Nähe der Menschen zu bringen und Ängste abzubauen. Ziel ist es, dass psychische Erkrankungen und schwere seelische Krisen als zum Menschen gehörende, behandlungsbedürftige seelische Ausnahme- und Grenzsituationen akzeptiert werden. Mit der gleichen Selbstverständlichkeit wie bei einem Armbruch oder einem Herzinfarkt soll Hilfe auch bei psychischen Krisen in Anspruch genommen werden, wobei die selbe Tür des St. Josefs Krankenhauses offen steht.

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