SCHWANGERSCHAFT und GEBURT

Kaiserschnitt

Der Kaiserschnitt ist ein Eingriff, dessen Bedeutung sich im Laufe der Geschichte dramatisch gewandelt hat. Er wurde bis in das vorletzte Jahrhundert ausschließlich als geburtshilflich letzter Ausweg angesehen. Heute ist diese Operation durch moderne Narkosemöglichkeiten und weiterentwickelte Operationstechniken zu einem Routineeingriff geworden.

Wir führen seit Jahren die sogenannte „sanfte Methode“ durch. Diese zeichnet sich durch stumpfes operieren, kürzere Dauer, weniger Komplikationen und weniger Schmerzen aus.
Dennoch weist der Kaiserschnitt nach wie vor spezifische Risiken auf, und die Langzeitfolgen, z.B. für weitere Schwangerschaften, sind noch ungenügend erforscht.

Ein Kaiserschnitt muss dann durchgeführt werden, wenn die die natürliche Geburt unmöglich ist (z:B. Querlage), die Geburt sofort beendet werden muss (z.B. bei einem Nabelschnurvorfall) oder ein Geburtsstillstand eintritt oder wenn aus vorsorglichen Gründen Mutter und Kind geschont werden müssen.

Sollten für Sie persönliche Gründe für eine Geburt durch Kaiserschnitt bestehen (z.B. Angst vor Geburtsschmerz, Dammverletzungen), so bitten wir Sie diese Sorgen und Ängste in einem Gespräch mit uns im Rahmen einer vorgeburtlichen Untersuchung an unserer Abteilung oder der Hebammenambulanz anzusprechen.

Die weitreichende Entscheidung für oder gegen einen Kaiserschnitt sollte nur nach reiflicher Überlegung und eingehender aufklärender Beratung mit dem Arzt oder Ärztin unter Berücksichtigung sämtlicher wichtiger Faktoren gefällt werden.
Wir werden Ihnen gerne mögliche Alternativen (z.B. Schmerzlinderung) aufzeigen, aber auch nach entsprechender Aufklärung und Information unter Abwägung der Risiken eines Kaiserschnittes und der vaginalen Geburt für Mutter und Kind Ihnen helfen und Sie unterstützen, die für Sie beste Entscheidung zu finden - und diese mit Ihnen tragen.

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