CHIRURGIE

Wenn Sie an unserer Abteilung aufgenommen werden ....

Zugegeben, jeder hat es, dieses flaue Gefühl, wenn man ins Krankenhaus muss. Noch dazu wenn eine Operation geplant ist. Aber das schlimmste ist, dass man nie weiß, was wann passieren wird, ob man auch alles dabei hat und wann nun wirklich der Operationstermin ist.

Da Information Vorsprung bedeutet, haben wir hier einige Hinweise und Ratschläge zusammengefasst, um Ihnen den ersten Tag im Krankenhaus so stressfrei wie möglich zu gestalten.
(Alles hier gesagte gilt natürlich nur für eine geplante Aufnahme! Wenn Sie wegen eines akuten Problems zu uns kommen oder mit der Rettung gebracht werden, wird Ihr erster Tag naturgemäß anders ablaufen.)


Was sollten Sie alles im Gepäck haben?

Eine „Einweisung zur stationären Behandlung“ von Ihrem Hausarzt, Facharzt oder von unserer Ambulanz
Eine Liste der derzeit von Ihnen eingenommenen Medikamente, mit Dosierungsangabe
(also 1-0-0, oder 1-1-1 usw.)
Alle mit Ihrer Erkrankung im Zusammenhang stehenden, bereits erhobenen Befunde und/oder Röntgenbilder (z.B. Mammographiebilder bei Brust-OPs). Dieser Punkt ist natürlich nur relevant, wenn Sie solche Befunde auch besitzen.
Ihren Blutgruppenausweis (sofern Sie einen besitzen)
Allergieausweis (sofern Sie einen besitzen), ganz besonders, wenn Sie eine Allergie gegen Medikamente, oder Medikamentenbestandteile haben.
Nehmen Sie bitte KEINE Wertgegenstände oder größere Geldbeträge mit ins Krankenhaus!

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Wann werden Sie erwartet?

Wenn keine andere Vereinbarung erfolgt ist, dann kommen Sie bitte am vereinbarten Tag um 7.30 Uhr auf die Station.

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Brauchen Sie einen Termin? (eine Bettenreservierung?)

Prinzipiell werden auf unseren Stationen Vormerkbücher geführt, um Ihnen lange Wartezeiten am Aufnahmetag (während für Sie ein Bett gesucht wird) zu ersparen und unsere Disposition zu erleichtern.
Es genügt ein einfacher Anruf auf der Station, um vorgemerkt zu werden; eventuell wird Ihnen die Schwester einen anderen Tag als Ihren Wunschmontag vorschlagen: bedenken Sie bitte, dass dieser Vorschlag auch Ihrer Stressvermeidung am Aufnahmetag dienlich ist.
Sie sind damit vorgemerkt, wir bitten jedoch um Verständnis, dass eine „Reservierung“ also ein „Nichtbelegen eines Bettes“ zu Ihren Gunsten, vor allem beim Eintreffen von akut zu versorgenden Patienten nicht möglich ist.
Eine Ausnahme, die eine Anmeldung und Terminvereinbarung unbedingt und über unsere Ambulanz notwendig macht, ist, wenn Sie zum Zwecke einer Krampfadernoperation zu uns kommen. (siehe dort)

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Müssen Sie nüchtern sein? (und wann dürfen Sie das letzte Mal etwas essen?)

Ja, von wenigen Ausnahmen abgesehen, müssen Sie bei der Aufnahme nüchtern sein. Diese Maßnahme dient meist nicht einer sofort stattfindenden Operation, sondern unverfälschten Werten im Blut-Laborbefund sowie einer sinnvollen Beurteilung beim Bauchultraschall.
Es genügt, wenn Sie ab 0.00 Uhr des Aufnahmetages nüchtern sind, dass heißt nichts mehr essen und nichts mehr trinken. Wir empfehlen jedoch auch schon am Vorabend nur mehr wenig (z.B. eine Suppe) zu essen, da sich die Vorbereitungszeit für manche Untersuchungen dadurch verkürzt.
Wenn Sie Diabetiker sind und Ihr Diabetes mit Tabletten behandelt wird, nehmen Sie Ihre Zuckertabletten am Morgen des Aufnahmetages nicht! Wenn Sie Insulin spritzen müssen, besprechen Sie das genaue Vorgehen in diesem Fall mit Ihrem Arzt. (Es kommt letztlich darauf an, welche Art von Insulin Sie spritzen müssen, woraus sich unterschiedliche Verfahrensweisen ergeben.)

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Dürfen Sie Ihr Handy ins Krankenhaus mitnehmen?

Handys senden elektromagnetische Wellen aus. Diese Wellen sind geeignet, empfindliche medizinische Geräte zumindest zu irritieren. Aus diesem Grunde ist der Betrieb von Handys in Krankenhäusern prinzipiell verboten.
Wir haben an unseren Stationstüren keine Aufkleber mit einem durchgestrichenen Handy angebracht. Wir nehmen an, dass Sie an der Irritation medizinischer Geräte kein Interesse haben und danach zu handeln wissen.

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Was geschieht am Aufnahmetag?

Sie müssen sich in der Aufnahmekanzlei anmelden. Wenn Sie selbst nicht dazu in der Lage sind, kann dies auch ein Angehöriger für Sie machen.
Auf der Station wird Ihnen ein Bett zugewiesen, und eine Schwester wird mit Ihnen ein „Erstgespräch“ führen und dabei in Erfahrung bringen, ob spezielle pflegerische Maßnahmen bei Ihnen zur Anwendung kommen müssen, Sie über Ihre Vorlieben im Speiseplan befragen und Ihnen wesentliche Informationen für Ihren Aufenthalt im Krankenhaus geben.
Routinemäßig wird Ihnen durch einen Arzt oder eine Ärztin Blut abgenommen und Sie werden zu Ihrer medizinischen Vorgeschichte (durchgemachte Erkrankungen, Operationen) befragt. Es folgt eine allgemeine Untersuchung, die Ihren Zustand beim Eintreffen ins Krankenhaus dokumentieren soll (genannt „Status praesens“).
Ebenso routinemäßig wird ein Lungenröntgen und ein „Bauchultraschall“ durchgeführt, diese Untersuchungen werden am Röntgeninstitut im Hochparterre gemacht. (Sollten Sie innerhalb der letzten 3 Monate ein Lungenröntgen gehabt haben, teilen Sie uns das bitte bei der Aufnahme mit - wir entscheiden dann aufgrund der Sachlage, ob eine Wiederholung unbedingt notwendig ist oder nicht.)
Bei der ersten Visite wird dann Ihr Untersuchungs-/Behandlungskonzept mit Ihnen erstellt und auch ein vorläufiger Zeitplan bekannt gegeben. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihren Operationstermin nach der Notwendigkeit durchzuführender Voruntersuchungen und Vorbereitungen sowie im Abgleich mit unserem Wochenoperationsprogramm festlegen müssen!
Sie erhalten entsprechend diesem Behandlungskonzept, wenn ein Eingriff durchzuführen ist, von uns einen Aufklärungsbogen, der Sie vorweg über den Eingriff und die möglichen Komplikationen informiert. Lesen Sie diesen Bogen bitte aufmerksam durch. Sollten sich daraus Fragen ergeben, können diese beim zusätzlichen ärztlichen Aufklärungsgespräch beantwortet werden. Der Sie aufklärende Arzt und Sie müssen anschließend diesen Bogen unterschreiben, womit Sie Ihre Zustimmung zum Eingriff und die Tatsache, darüber aufgeklärt worden zu sein, dokumentieren! (Sie erhalten bei Eingriffen in Narkose noch zusätzlich einen gelben Bogen. Dieser betrifft die Narkoseaufklärung und wird vom Narkosearzt am Tag vor der Operation bei der Narkosevisite oder in der Narkoseambulanz mit Ihnen besprochen).

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Sollen Sie im Krankenhaus Ihre Medikamente weiter einnehmen?

Nein, alle Medikamente, die Sie brauchen, bekommen Sie von uns. Wenn Sie ein auf der Station nicht vorrätiges Medikament einnehmen müssen, werden wir Sie bitten, bis zum Eintreffen des Medikamentes aus der Anstaltsapotheke dieses eine Medikament aus Ihren eigenen Beständen beizusteuern.

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Wann werden Sie operiert?

Ihr Operationstermin ist de facto von vielen Faktoren abhängig. Einige dieser Faktoren hängen von Ihrem Gesundheitszustand und Ihren Vorerkrankungen ab, andere sind von der Art des geplanten Eingriffes und der sich daraus ergebenden OP-Saal Logistik bestimmt. Akute Ereignisse haben natürlich immer Vorrang und sind nicht berechenbar.
Wenn wir Ihnen gegenüber in der Ambulanz oder bei der Visite über einen Operations-Termin sprechen, dann versuchen wir diesen auch einzuhalten - aber aus dem vorher Gesagten kann man schließen, dass ein "Termin-Versprechen", das zu 100% hält, kaum gegeben werden kann.

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Auskunft

Wir geben Ihren direkten Angehörigen mit Ihrem Einverständnis gerne persönlich über Ihren Gesundheitszustand Auskunft (telefonische Auskünfte und Auskünfte an Bekannte können aus rechtlichen Gründen nicht erteilt werden).
Der diensthabende Arzt gibt - nach "Anmeldung" bei der Schwester - jeden Tag um 15.45 Uhr, also vor der Abendvisite, auf der jeweiligen Station Auskunft. Für Auskünfte auf Chirurgie Klasse ist die Terminvereinbarung mit Prim. Dr. Schandalik notwendig.

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