CHIRURGIE

Adipositas - krankhafte Fettsucht

Was hat der Chirurg mit der Behandlung der Fettsucht zu tun?

Abnehmen funktioniert doch nicht mit dem Messer,

ABER:

Die moderne Chirurgie hat Methoden entwickelt, um mit einem wenig traumatisierenden Eingriff eine Hilfestellung beim Abnehmen bereitzustellen.

Diese Methoden sind kein probates Mittel, etwa 6kg, die das eigene Spiegelbild - weil an der falschen Stelle sitzend - irritieren, abzunehmen.
Sie sind vielmehr Hilfe für Menschen mit "krankhaftem" Übergewicht, welches bereits andere Körpersysteme, die Gelenke, die Atmung und nicht zuletzt die Psyche in Mitleidenschaft zieht oder bereits gezogen hat.

Krankhaft übergewichtig ist jeder, der mehr als 50% des für ihn normalen Gewichtes hat. Gut 5 % der Bevölkerung sind exzessiv übergewichtig!

Gemessen wird das Übergewicht mittels BMI (Body Mass Index):

Gewicht (kg):  

Größe (cm):

  

BMI:

normal BMI 20 - 25     übergewichtig 25 - 30      exzessiv übergewichtig >40

Möglichkeiten der Chirurgie der krankhaften Fettsucht:

Magenbypass:
Dabei wird der Magen stark verkleinert.

Vertical gastric banding:
Der Eingang in den Magen wird stark verkleinert, nur mehr operativ veränderbar.

Das veränderbare Magenband:
Ein in seiner Durchgängigkeit nach der Operation noch veränderbares Band wird um den Mageneingang gelegt, durch langsames Einengen der Bandöffnung wird die Essensaufnahme zunehmend verringert, kann aber auch wieder (ohne neuerliche OP) erweitert werden.
Diese Operations-Methode ist derzeit die am häufigsten verwendete, wird fast ausschließlich laparaskopisch durchgeführt.

Das Band wird um den oberen Teil des Magens geschlungen, sodass eine sanduhrförmige Einengung entsteht. Durch Aufblasen, was über einen mit dem Band verbundenen, unter die Haut eingepflanzten "Port" später durchgeführt wird, wird die Öffnung des Bandes und damit des Magens schrittweise eingeengt, sodass der Operierte seine Essgewohnheiten nur langsam den neuen Verhältnissen anpassen muss.

Nach der Operation:
Nach 4 Wochen wird das Band zum ersten Mal etwas aufgefüllt, die weiteren Auffüllungsschritte sind abhängig vom Gewichtsverlust und Patientenkomfort:
Der Gewichtsverlust soll nicht mehr als 1 kg pro Woche betragen, um das Wohlbefinden des Patienten aufrecht zu erhalten. Ein zu schneller Gewichtsverlust ist nicht erwünscht.
Der Erfolg des Bandes ist unbestritten, der Gewichtsverlust rasant. Aber.......das Band ist - einmal implantiert - immer da, also auch dann, wenn man vielleicht einmal über die Stränge schlagen wollte..........................
Somit ist das Leben mit einem Magenband nicht ganz unkompliziert, und darum sollten Sie sich, wenn Sie sich grundsätzlich für dieses Verfahren interessieren, wirklich gut und lang beraten lassen.

Der Schlüsselwert – ob dieses Verfahren für Sie überhaupt in Frage kommt – ist der Body-Mass-Index. Diesen können Sie hier auf dieser Seite berechnen lassen.
Mehr Information zu diesem Thema gibt es unter www.schandalik.at/fett_sucht.htm; hier erfahren Sie auch die Indikationen und die Gegenanzeigen, unter welchen Umständen der Eingriff nicht sinnvoll ist.